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Geschäftsmodelle für erfolgreiche Geschäfte

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Lachsack - Geschäftsmodell verrückte Erfindung: Viele Erfinder haben mit ihren Erfindungen der Welt einen großen Vorteil gebracht, hatten aber selbst nichts von ihren Erfindungen, zumindest kein Geld. Die Vermarktung einer Erfindung erfordert oft die größere Kreativität. Da gibt es Erfinder wie Walter Thiele, der sich selbst Captain Bodo nennt, über 1500 Erfindungen als Patent angemeldet hat und mit seinen Erfindungen Millionär wurde. Der Lachsack hat keinen praktischen Nutzen aber einen hohen Marketingwert. Aber der Lachsack ist eine Erfindung, für die Menschen Geld ausgeben und damit eine prima Geschäftsidee. Walter Thiele legte in einen Miniatur-Plattenspieler eine Platte mit Gelächter, steckte den Plattenspieler in einen Strumpf und schrieb auf den Strumpf: Lachsack. Eine geniale Idee. Vom Lachsack wurden seit 1968 über 120.000.000 Stück verkauft.: Geld verdienen mit Erfindungen. Geheimtips von Lachsack-Millionär Walter Thiele. Buch - ansehen bei Amazon

Geschäftsideen für Existenzgründer

 

Geschäftsidee Internet - von Shop bis Blog

 

Kurierdienst für ExistenzGründer

 

Staatliche Hilfen und Förderung der Bundesländer für Existenzgründer

 

Schrauben - Geschäftsmodell Alltagsgegenstand: Einer der erfolgreichsten Unternehmer in Deutschland ist Reinhold Würth. Seine Geschäftsidee sind Schrauben. Sein Geschäftsmodell erwirtschaftet seit Jahrzehnten ein zweistelliges Wachstum. 1945 machte sich Würth selbst auf den Weg zum Kunden, um seine Schrauben anzubieten. Schritt für Schritt wurde der Service für und der Kontakt zum Kunden ausgebaut. Der Erfolg im Geschäftsmodell beruht darauf, die kleinen Dinge konsequent zu verbessern. Nicht der Mode hinterherlaufen. Würth hat seinen Vertretern den Laptop beim Kunden wieder weggenommen, damit der Kontakt zum Kunden gepflegt wird und nicht zum Computer. Das Wachstum der Geschäftsidee wurde durch eine Art Zellteilung erfolgreich praktiziert. Die Ziele richtig setzen und durch die passenden Anreize erreichen. So entstand ein Weltkonzern mit Milliardenumsatz.

IKEA - Geschäftsmodell Möbel: Wie aus Möbeln ein Geschäftsmodell wurde und Ingvar Kamprad mit Möbeln zum Milliardär. Die IKEA Geschichte. Jedes Hindernis wurde in ein Plus im Geschäftsmodell von IKEA gewandelt. Als die Möbel-Kataloge sich einen mörderischen Preiskampf lieferten, eröffnete der IKEA Besitzer Ingvar Kamprad eine Möbelausstellung, in der die Kunden die Möbel aus dem Katalog ausprobieren und sich von deren Qualität überzeugen konnten. Eine Werbung mit kostenlosem Kaffee und Brötchen brachte so viele Kunden, dass bald zum Geschäftsmodell auch ein Angebot an preiswertem Essen und Trinken gehörte. Ingvar Kamprad: "Mit einem leeren Magen kann man keine guten Geschäfte machen.". Ein Lieferboykott der Möbelhersteller zwang IKEA die Geschäftsidee auf, die Möbel selber herzustellen. Da Ingvar Kamprad sich keine Artikelnummern merken konnte, bekam jedes Möbelstück einen Namen, aus denen dann unbeabsichtigt auch Markennamen wurden. Ein Mitarbeiter bereicherte das Geschäftsmodell damit, dass er von  einem Tisch die Beine abschraubte um ihn besser transportieren zu können. Die Idee war geboren, die Möbel gleich so zu konstruieren, dass sie in flachen Paketen transportiert werden konnten. Dies ließ die Preise noch mehr sinken; einerseits sanken die Transportkosten und andererseits kamen die in Einzelteile zerlegten Möbel nicht mehr beschädigt bei den Kunden an. IKEA führte die Aufbauanleitung und den Sechskantschlüssel in den Möbelhandel ein. Ingvar Kamprad ärgerte es, dass viele Leute den Fussboden schmutzig machten, und ließ deshalb Kleinkram an der Kasse verkaufen, vom Trinkglas bis zum Bilderrahmen, um den Einnahmen wenigstens die Reinigungskosten wieder hereinzuholen. Aus diesem Nebengeschäft entwickelte sich ein wichtiger Umsatzträger für das Geschäftsmodell.: Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs. Buch - ansehen bei Amazon

Dell - Geschäftsmodell Computer bauenDell Computer Geschichte und Geschäftsidee. Erfolgsgeschichte der Geschäftsidee in einem Satz: Ein 15jähriger begann Computer zu bauen, die er wie ein Maßanzug für jeden Kunden einzeln anfertigte, er ging diesen Weg konsequent weiter und sein Unternehmen wurde zum erfolgreichsten Computer-Hersteller der Welt.

Weight Watchers - Geschäftsmodell abnehmen: Eine übergewichtige Hausfrau gründet einen Gesprächskreis mit Gleichgesinnten über Diäten und legt damit den Grundstein zum Geschäftsmodell für ein Hunderte-Millionen-Dollar-Unternehmen. Die Weight Watchers Geschichte. Das erste Treffen fand in der Wohnung von Jean Nidetch statt. Bald war die Wohnung zu klein und Jean Nidetch machte aus den Weight Watchers Treffen eine Geschäftsidee. Heute pilgern über eine Million Kunden wöchentlich zu den Weight Watchers Seminaren und bezahlen dafür rund zehn Euro pro Sitzung. Das Unternehmen erzielt mit seinem Geschäftsmodell Gewinnmargen von über 50 Prozent. Die jährliche Wachstumsrate liegt bei zwanzig Prozent.

Tupper Direktvertrieb - Geschäftsmodell Haushalt: Earl Silas Tupper erfand eine Plaste und dazu eine Plastikdose, die luft- und wasserdicht abgeschlossen werden konnte. Diese beiden Erfindungen legten das Fundament für den zukünftigen Erfolg für sein Geschäftsmodell. Allerdings verkauften sich die Dosen kaum in Läden und Kaufhäusern. Tupper wurde aufmerksam auf die alleinerziehende Mutter und Hausfrau Brownie Wise, die seine Dosen in großer Stückzahl verkaufte, auf Partys, die sie für Hausfrauen organisierte. Tupper schaute sich ihr System ab und gründete für sein Geschäftsmodell die Firma Tupperware Home Parties, in der Brownie Wise zur Vizepräsidentin wurde. Der Erfolg der Partys wurde so groß, dass sich das Unternehmen mit seinem Geschäftsmodell 1951 aus dem Einzelhandel zurückzog. Millionen Frauen fanden im Geschäftsmodell der Tupperpartys soziale Kontakte, Selbstvertrauen und finanzielle Unabhängigkeit.

Nike - Geschäftsmodell Image: Die Geschichte von Nike ist ein Geschäftsmodell, in dem im Image der Profit liegt. Alles begann mit Phil Knight, der 1958 Mittelstreckenläufer war und sich über die klobigen amerikanischen Laufschuhe ärgerte. Er entwickelte zusammen mit seinem Trainer einen leichten und bequemen Laufschuh, der am Anfang noch auf Leichtathletikveranstaltungen aus dem Kofferraum heraus verkauft wurde. Der Name des Unternehmens wurde: Nike - nach der geflügelten griechischen Göttin des Sieges. Einer der ersten großen Marketingerfolge für das Geschäftsmodell kam, als Nike die olympischen Marathonläufer 1972 überzeugen konnte, ihren Lauf in Nike Schuhen zu absolvieren. Anschließend konnte das Unternehmen damit werben, dass unter den ersten sieben Marathonläufern vier ihre Schuhe getragen hatten. Ein idealer Sport für das Geschäftsmodell war Basketball. In einer Halle, auf relativ kleinem Raum können alle Bewegungen der Spieler von der Kamera genau verfolgt werden und damit sind auch ihre Sportkleidung und ihre Turnschuhe gut zu sehen. Und Basketball ist eine der populärsten Sportarten in den USA und nicht nur dort. Der Werbevertrag mit dem Basketballspieler Michael Jeffery Jordan wurde zum Schlüssel für den Erfolg vom Nike Geschäftsmodell, zusammen mit dem Air Jordan Schuh und dem Slogan Just Do It.

 

Tchibo - Geschäftsmodell immer neues Angebot: 1949 kommen die beiden Hamburger Kaufleute Max Herz und Carl Tchilling-Hiryan auf die Idee, einen Kaffee-Versand zu gründen: Tchibo. Tchibo lockt in der Nachkriegszeit mit Gratiszugaben: Dem Luxusgut Kaffee wurden gratis Vorratsdosen dazu gelegt oder Geschirrtücher. Die Konkurrenz klagt deswegen vor Gericht und zwingt Tchibo damit, die bisherigen Gratiszugaben zu verkaufen. Aus den Gratiszugaben von Tchibo wird so ein profitables Geschäftsfeld. 1955 eröffnet in Hamburg die erste Filiale. Das Geschäftsmodell mit den Nicht-Kaffee-Produkten lief immer besser, bis die "Non-Food-Produkte" 1972 in eine eigene Sparte ausgegliedert wurde. Von Tchibo wurden inzwischen angeboten: Kochbücher, Kleidung, Haushaltsartikeln - heute sind es noch: Reisen, Schmuck, Versicherungen, Autos. Das Angebot übertrifft längst den Umsatz des Kaffees. Der Erfolg im Tchibo Geschäftsmodell beruht auf dem konsequenten Aufbau seines Angebotes und seiner Vertriebswege. Unter dem Slogan "Jede Woche eine neue Welt." wird ein so simples Prinzip umgesetzt: Die Leute kaufen, weil das Angebot günstig ist und zeitlich begrenzt ist. Mit diesem Konzept legte Tchibo meist auch zu, wenn der Einzelhandel Einbußen hinnehmen mußte.

The Body Shop - Geschäftsmodell natürliche Kosmetik: Anita Roddick musste ihr eigenes Geld für sich und ihre Kinder verdienen. Ein kleiner Laden, in der Sie Kosmetik in kleinen Mengen verkaufen wollte und ohne teuere Verpackung. In den "Gelben Seiten" fand Anita Roddick unter der Rubrik "Kräuterhändler" einen jungen Drogisten für ihr Geschäftsmodell. Die Etiketten wurden per Hand beschriftet, auf extra Karten wurden Inhaltsstoffe und Wirkung angegeben. Zur Eröffnung erhielt sie von der Zeitung kostenlose Eröffnungswerbung wegen eines Namenstreites. Von nun an lebte das Marketing in ihrem Geschäftsmodell von kostenloser Berichterstattung und Mund zu Mund Propaganda. Das auch viele Leute in das Geschäft kamen, die ihre Geschäftsmoll kopieren wollten, gründete sie ein Franchise. Der Body Shop Franchise gilt heute als das größte Öko-Unternehmen der Welt, Ökologie war von Anfang an ein Unternehmensziel.

Amazon - Geschäftsmodell Internethandel: Die Amazon Geschichte. Jeffrey Bezos stieß 1994 auf die Information, dass die Zahl der Internetnutzer pro Monat um 2.300% wuchs, und entschied sich, Bücher anzubieten, von Literatur über Sachbücher bis zu Fachbücher. Er wollte in seinem Geschäftsmodell die größte Auswahl an Büchern anbieten, die es auf der Welt gab, und benannte darum sein Unternehmen nach dem größten Fluß der Erde: dem Amazonas / Amazon. Jeffrey Bezos mietete eine Garage, in die er ein paar PCs stellte und in der ein Dutzend Mitarbeiter die Aufträge entgegen nahmen und die Bücher versandten. Das Geschäftsmodell wurde von der größten amerikanischen Buchkette Barnes & Noble kopiert. Bald verkaufte Amazon auch CDs, DVDs, Vidospiele oder Medikamente. Die Marketingausgaben betrugen zeitweise fast ein Drittel des Umsatzes. Das Geschäftsmodell wächst mit der Zahl der Produkte - außer Waffen und Haustieren soll es nichts geben, was früher oder später bei Amazon nicht angeboten wird. Seinen Kunden bindet Amazon auf seiner Homepage eine einfache Navigation, kurze Zustellungsdauer, persönliche Ansprache mit persönlichen Produktempfehlungen, Bewertungen der Produkte durch andere Kunden und Gutscheine für treue Kunden.

Coca Cola - Geschäftsmodell Marke und Marekting: Coca Cola Geschichte: Ein Apotheker entwickelt als Geschäftsidee einen Sirup, der als Medizin helfen soll gegen Kopfschmerzen, Müdigkeit und Depressionen. Bald nennt er seinen Sirup Coca Coala, weil die neue Medizin unter anderem Bestandteile von Kokapflanzen enthielt, aus denen auch Kokain gewonnen wird, und Bestandteile von Kolanüssen, in denen Koffein enthalten ist. (Die Zutaten wurden 1906 noch einmal geändert, als Koka in den USA verboten wurde.) Der Coca Cola Sirup wurde mit Wasser verdünnt in einem Drugstore verkauft, für 5 Cent das Glas. Schnell gingen jeden Tag über zehn Gläser über Theke, nicht weil die Coca Cola so gut wirkte, sondern weil das Getränk so gut schmeckte. Der ursprünglich als Medizin gedachte Sirup wurde von nun an als Erfrischungsgetränk beworben wurde zum beliebten Getränk in den Soda-Bars, die damals überall zu finden waren. Nun begann die Vervielfältigung der Coca Cola Geschäftsidee: Mit massivem Marketing wurde das Getränk über ganz Amerika verbreitet und dann über die ganze Welt. Wenn heute alle materiellen Grundlagen der Coca Cola Unternehmen untergehen würden (Abfüllanlagen, Transporter usw.), würde das Unternehmen nur für den Namen "Coca Cola" von den Banken Milliarden-Kredite bekommen, um das Geschäft wieder in Gang bringen zu können. Der Coca Cola Konzern ist heute fast ein virtuelles Unternehmen. Coca Cola besitzt im Geschäftsmodell nur die profitabelsten Teile der Wertschöpfungskette, alles andere ist ausgelagert. Das Unternehmen besitzt die Namensrechte und die Rechte an den Rezepten. Alles, wo hohe Kosten entstehen, gehört zu den Abfüllern, die als eigenes Unternehmen an der Börse sind. Die Abfüller müssen für Namensrechte und den Sirup bezahlen.

McDonald's - Geschäftsmodell Restaurant am Fließband:  Die McDonalds Geschichte ist die Geschichte eines langanhaltendenden Franchise Erfolges in einer Branche, in der schon viele Schnellrestaurant-Ketten untergegangen sind. Zwei Brüder machten aus einer Geschäftsidee eine Franchise-Idee. Alle Franchise-Probleme, wie sie zwischen Franchise-Nehmern und Franchise-Gebern noch heute auftreten, sind in der Geschichte vom Geschäftsmodell McDonalds angelegt. Die Geschichte eines Franchise-Unternehmens, dass auch am Erfolg hätte zugrunde gehen können - wie es vielen anderen passiert ist – und oft kurz davor stand. Es zeigt, wie nah am Abrund auch die Erfolgreichen gehen. Eigentlich liegt beispielsweise der Erfolg des Franchise McDonalds darin, dass das Unternehmen der größte Immobilienbesitzer der Welt ist, der seinen Mietern mit ihren Restaurants nur ermöglicht, die Miete zu zahlen.:

Red Bull - von Null zum Milliardär: Geschäftsidee Red Bull und Firmengeschichte - Blog-Beitrag

Geox - Geschäftsmodell Schweißfuß: Der Italiener Mario Moretti Polegato kam 1991 auf seine Geschäftsidee, als er in den Rocky Mountains wanderte und sich dabei über seine Füße ärgerte, die in den Turnschuhen vor Schweiß badeten. Also bohrte er mit dem Messer zwei Löcher in die Schuhsohlen und die Schweißfüße verschwanden. Er recherchierte später in Italien, ob es eine andere Lösung für Schweißfüße gab. Gab es nicht - und Moretti Polegato kam eine Geschäftsidee. Warum nicht einfach eine Membran in den Schuh bringen, die Dampf nach außen läßt aber kein Wasser nach innen? Sein Vorbild dafür waren die Goretex-Jacken. Der Italiener bot den großen Sportschuhherstellern (Nike, Adidas) sein Patent an, die aber kein Interesse zeigten. Also gründete Moretti Polegato 1995 für seine Geschäftside eine Firma. Das Unternehmen erhielt den Namen Geox: Geo = Erde und x für Technologie. Erde deshalb, weil der beste Schuh noch immer der nackte Fuß auf der Erde ist. 2004 produzierte Geox neun Millionen Paar Schuhe, die in 68 Länder verkauft wurden, Geox ging an die Börse und erreichte einen Börsenwert von über einer Milliarde Euro.

Beiersdorf - Geschäftsmodell Reinheit: Geschäftsmodell in einem Satz: Ein Apotheker entwickelt ein paar Produkte, die alltägliche Probleme lösen, konzentriert sich auf die ständige Verbesserung seiner Erfindungen und des Marketings für seine Produkte, geht diesen Weg konsequent weiter - und so entsteht eines der seit Jahrzehnten erfolgreichsten Unternehmen der Welt. Heute ist das Geschäftsmodell international erfolgreich. Das Geschäftsmodell konzentriert sich auf wenige Marken, aber auf diese intensiv: Nivea, Hansaplast, La Prairie, Futuro, Eucerin, Tesa-Film, Labello, 8x4, Atrix. Der Erfolg vom Geschäftsmodell am Beispiel von Nivea: Nivea wurde 1911 unter Oskar Troplowitz entwickelt und wurde seit dem so gut wie nie verändert. Troplowitz verband schlicht Öl und Wasser. Dabei entstand eine schneeweiße Paste, zu der noch Glycerin hinzu kam, etwas Zitronensäure, etwas Maiglöckchenduft und etwas Rosenduft. Fertig war die erste stabile Hautcreme. Auch der Name dieser neuen Creme war ungewöhnlich. Schnee heißt auf lateinisch "nivis" und "niveus" bedeutet "Schneeweiß" - da das Wort "Creme" weiblich ist, kam man auf: "Nivea". An dieser Marketingidee hat sich bis heute nichts geändert: Nivea steht für Reinheit. Nach den damaligen Gepflogenheiten hätte man sie eigentlich "Beiersdorf-Creme" nennen müssen. Damit stand das Nivea-Konzept: Einfache Pflege ohne eine Geheimformel oder einen exotischen Duft, aber von hoher Qualität und für alle erschwinglich. In der Werbung für Nivea treten keine Top-Models auf, sondern normale Leute, die vielleicht etwas besser aussehen als der Durchschnitt. Das Geschäftsmodell Nivea wurde zur Markenfamilie ausgebaut, von der Rasiercreme bis zur Babypflege, und ist heute die führende Hautpflegemarke weltweit. Wenn Nivea einen neuen Markt betritt, beispielsweise in Osteuropa, dann werden zuerst die Hautpflegeprodukte angeboten; wenn man mit diesen Produkten Marktführer geworden ist oder kurz davor ist Marktführer zu werden, dann kommen Herrenprodukte, Sonnenchreme usw. Seit Jahrzehnten gilt die Marke Nivea als ausgereizt, aber das Management ließ sich bisher nicht dazu überreden, eine zusätzliche Marke aufzubauen, sondern konzentriert sich im Geschäftsmodell ganz auf die Marke Nivea, die wächst und wächst und wächst.

* Verpackung als Geschäftsidee. Tetra Pak - Der stille Riese: Geschichte und Geschäftsmodell. Ein Schwede verbessert eine revolutionäre Verpackung aus den USA und führt sie in Europa ein.: Verpackung als Geschäftsidee - Blog-Beitrag

L.L. Bean - Geschäftsmodell Kundenservice: Ich glaube nicht, dass ein Verkauf komplett ist, bis der Kunde die Ware trägt und zufrieden damit ist. Leon Leonwood Bean. Ein Schuh als Fundament für das Geschäftsmodell. Um bei seinen Ausflügen in den Wäldern von Maine trockene Füße zu behalten, erfand Bean einen Geländestiefel, der eine Kombination war, was einem wasserdichten Gummischuh und einem leichten Lederschaft. 1912 versandte Bean seinen ersten 4-Seiten-Katalog an Sportsleute. Sein Geschäftsmodell erlebte eine böse Überraschung. Von den ersten 100 Stiefelpaaren, die er verkaufte, wurden 90 reklamiert, weil bei ihnen die Nähte aufgingen. Leon Leonwood Bean hielt Wort: Die Kunden bekamen ihr Geld zurück. Dies hätte Bean fast ruiniert, aber er ließ sich nicht entmutigen. Er borgte sich 400 Dollar, mit denen er die Qualität seiner Stiefel verbesserte - und dieser Vorfall war die Geburtsstunde der L.L.-Bean-Garantie-für-hundertprozentige-Zufriedenheit, durch die jeder Kunde sein Geld zurück bekommt, wenn er mit einem Produkt nicht zufrieden ist, egal warum. Der "Bean Boot" ist heute noch einer der beliebtesten Artikel im Geschäftsmodell - aber mit der Zeit kamen immer mehr Produkte für die Jagd, zum Fischen oder zum Camping dazu. Das Geschäftsmodell ist auch heute noch in erster Linie ein Versandhausgeschäft, aber 1917 wurde in Freeport das erste Geschäft eröffnet, das die Kunden bedienen sollte, die bei L.L. Bean persönlich vorbeischauten. Der Laden in Freeport ist heute das Flaggschiff-Geschäft zum Geschäftsmodell und zählt über 4 Millionen Besucher pro Jahr. In dem Geschäft befindet sich ein Café, in dem die Kunden fachsimpeln und ihr Jägerlatein erzählen können. Ab 1951 hatte das Geschäft in Freeport 24 Stunden am Tag geöffnet, 365 Tage im Jahr ("thrown away the key"), weil Tag und Nacht Kunden in den Laden wollten, die auf dem Weg zum Fischen und Jagen vorbeischauten. Seit 1979 bietet das Unternehmen im Geschäftsmodell auch Lehrgänge an ("big fun in the Maine sun"), für das richtige Verhalten in der Natur, zum Kajakfahren usw. Im Laufe der Jahre wurden auch Geschäfte rund um die Welt eröffnet, selbst in Japan. L.L. Bean hat heute viertausend Angestellte, hat 17.000 verschiedene Produkte im Angebot, publiziert fünfzig Kataloge pro Jahr und verschickt jedes Jahr über zwölf Millionen Pakete. Jedes gekaufte Produkt kann jederzeit zurückgegeben werden. "Wir sind niemals von der Garantie abgewichen, die die Firma begründet hat. Wir wollen die besten Produkte bringen, zum fairsten Preis, zum besten Service als möglich - im Internet, im Katalog oder im Laden. Nach unserer Erfahrung, ist das der einzige Weg, Beziehungen zu schaffen, die den Zeit-Test bestehen."

Gillette - GeschäftsModell Alltagsproblem: King Camp Gillette (1855-1932) tüftelte an Erfindungen, seitdem er die Schule verlassen hatte und für seinen Lebensunterhalt arbeiten mußte. Er hatte einige Patente auf seinen Namen laufen. Keine seiner Erfindungen war erfolgreich - für ihn. Andere machten damit Geld, er hatte weder Zeit noch Geld sich um die Vermarktung seiner Erfindungen zu kümmern. Während einer Unterhaltung mit seinem Boss, William Painter, der reich geworden war mit der Erfindung eines Flaschenverschlusses (Kronorken), bekam Gillette einen provokativen Ratschlag für ein Geschäftsmodell. "Warum versuchen Sie nicht etwas wie einen Kronkorken zu erfinden, der weggeworfen wird, nachdem er einmal benutzt wurde, und der Kunde muss immer wieder kommen, um mehr davon zu kaufen?" Gillette antwortete: "Es ist einfach, einen solchen Ratschlag zu geben, aber wie viele Dinge sind wie Kronkorken?" Trotzdem suchte er von nun an unablässig nach genau so einer Erfindung. An einem Frühlingsmorgen im Jahr 1895, King Gillette war 40 Jahre alt und arbeitete als Verkäufer für Crown Cork & Seal Co. in Fond du Lac, Wisconsin, stand er vor dem Spiegel und wollte sich rasieren. Da bemerkte er, dass sein Rasiermesser stumpf geworden war und auch schon so weit heruntergeschliffen war, dass es nicht mehr weiter zu schärfen ging. King Gillette hatte plötzlich eine Eingebung zu einer Geschäftsidee. Warum die Klinge nicht in einer Fabrik in Massenproduktion herstellen lassen und sie damit so billig machen, dass man sie wegwerfen konnte, wenn sie stumpf war? Die Verwirklichung der Idee begann 1900, als King Gillette auf William Nickerson traf, einen Chemiker, der es gewöhnt war unmögliche Projekte zu verwirklichen: Nickerson war Professor des Massachusetts Institut of Technology und hatte einmal Glühbirnen hergestellt, mittels eines Verfahrens, das Thomas Edison für nicht durchführbar erklärt hatte. Der Verkauf der ersten Rasierer begann 1903; in diesem Jahr wurden 51 Rasierer verkauft. Im nächsten Jahr waren es bereits 90000 Rasier-Apparate und eine Millionen Klingen.

Aldi - Geschäftsmodell Einfachheit: Im Buch von Dieter Brandes, einem ehemaligen Aldi-Manager, "Konsequent einfach. Die ALDI-Erfolgsstory." wird das Geschäftsmodell des Discounters erzählt. Aus einem Laden wurde ein Weltunternehmen, der eigentlich immer nur die Wiederholung seiner selbst ist. Das Geschäftsmodell: nur eine begrenzte Anzahl der Produkte, Qualität, einfache Firmenstruktur und Ausstattung, nur das machen, was man kann, und alles mit Askese.: Konsequent einfach. Die ALDI-Erfolgsstory. Buch - ansehen bei Amazon

Geschäftsmodelle sind die Erfolgsgeheimnisse von Firmen. Womit verdient ein Unternehmen sein Geld? Darin liegt das Geschftsmodell. Verdient ein Verlag sein Geld durch die Bücher oder die Autoren? Oft muss dafür die eigene Firma mit einem "Ecolot" erforscht werden. Viele erfolgreiche Unternehmen beruhen auf einem Geschäftsmodell, das eigentlich ein unscheinbares Nebenprodukt eines gestandenen Betriebes war. Aus einem Pony-Express wurde eine Kreditkarten-Unternehmen, aus einem Seifen-Verkäufer ein Kaugummi-Konzern.

Um nach vorne zu kommen und dort zu bleiben, kommt es nicht darauf an, wie gut du bist, wenn du gut bist, sondern wie gut du bist, wenn du schlecht bist. Martina Navratilova

Das Geschäftsmodell von L.L. Bean - einem Freizeitausstatter ist die Kundenzufriedenheit. Alles begann mit neuen Stiefeln, die wirklich die Strapazen eines dauernden Ganges durch die Wildnis aushalten. Die ersten Paare hielten nicht, was versprochen wurde. Trotzdem wurde aus dieser Panne ein gewinnträchtiges Geschäftsmodell entwickelt.

Geschäftsmodell – was ist ein Geschäftsmodell?: Das Geschäftsmodell beschreibt das eigentliche Geschäft, von einem Unternehmen oder einem ganzen Wirtschaftszweig. Welchen Nutzen bringt das Unternehmen eigentlich für Kunden oder Partner: Value Proposition. In welcher Wertschöpfung wird die Leistung erbracht, in welcher Architektur, wie funktioniert das Geschäft. Woher kommt das Geld, aus welchen Quellen kommen die Einnahmen. Was ist das eigentliche Geschäft? Es müssen im Geschäftsmodell miteinander verbunden sein: der Nutzen für den Kunden, die Wertschöpfung und der Ertrag.

* Geschichte eines Geschäftsmodells: Spiegel aus Murano. Der Reichtum von Venedig. - Blog-Beitrag

Geschäftsmodell Lösegeld: Das Geschäftsmodell Lösegeld (randsom modell) gibt es auf vielen Gebieten, Software-Firmen für Computerspiel lassen die Spieler im Internet erst ein Weile Spielen, für das Spielen auf der nächsten Stufe / Level ist im Geschäftsmodell dann aber eine Spende fällig. Es werden aber natürlich auch Menschen, Computer oder Internetseiten entführt oder blockiert und für die Freigabe dann ein Lösegeld verlangt.

Geschäftsmodell – Second Life: In der virtuellen 3D Welt Second Life tummeln sich nicht nur Spieler, sondern auch Geschäftsleute. Unternehmer bieten in ihren Geschäftsmodell Werkzeuge, die es leichter machen, Informationen und Produkte zu finden. Geschäfte eröffnen hier, Konzerne mit bekannten Marken-Namen. Wer hier etwas bestellt, kann es ein paar Tage später bei sich zu Hause haben. Unternehmen testen in diesem Geschäftsmodell auch immer mehr ihre Produkte, bevor sie auf die richtige Welt losgelassen werden, beispielsweise das Design für ein neues Auto. Am erfolgreichsten ist die Platzierung von Werbung. Die Zahl der Kunden bei Second Life wächst. Das Geheimnis besteht in der Spielgeld Wandlung der virtuellen Linden Dollar in echte Dollar.

Ein neues Geschäftsmodell sind Dach-Inspektionen durch so genannte Dach-Haie oder Fassaden-Haie, die meist im Frühjahr ausschwärmen. Dem Hausbesitzer wird eine kostenlose Inspektion von Dach und Fassage angeboten oder die Reinigung der Dachrinne. Die Geschäftsidee besteht darin, dass bei der Inspektion der Verdacht auf große Schäden geäußert wird. Wird das Dach daraufhin aufgedeckt, werden angeblich noch größere Schäden gefunden. Mit einem offenen Dach ist dann die Preis-Nachverhandlung ein leichtes Spiel für die Geschäftsidee mit der Salami-Taktik.

Geschäftsmodell – Geschenke: Das Internet hat Geschenke zu einem Geschäftsmodell gemacht. Inhalte werden zum Download bereitgestellt, ohne Geld zu verlangen für die Urheberrechte. Musik, Software (Open Source), Bücher, Fotos sind kostenlos. Das Geschäftsmodell bringt Geld über Spenden, über die Werbung für Live-Auftritte oder durch das Aufmerksam machen auf kostenpflichtige Angebote. Das Geschäftsmodell Open Business ist besonders für Musiker und Autoren interessant, die auch auf Tour gehen. Geschäftsmodelle für alle Kreativen.

Eine Geschäftsmodell beschäftigt sich mit der Wertschöpfung. Im Geschäftsmodell wird der Gewinn gemacht. Im Geschäftsmodell wird das eingesetzte Kapital vermehrt. Das Geschäftsmodell ist die erfolgreiche und dauerhafte Umsetzung einer Geschäftsidee.

Was passiert, wenn ein Geschäftsmodell verloren geht, kann man sehen an der Schallplattenindustrie oder an den Landesbanken, deren Verluste ihre Ursache haben in der verzweifelten Such nach einem tragbaren Geschäftsmodell. Die Musikmanager bekämpfen die neue Zeit mit Anwälten, während ihnen ihr altes Geschäftsmodell durch die Hände rinnt wie Sand.

Ein besonderes Geschäftsmodell ist Freemium , das gerade in der heutigen Zeit an Bedeutung gewinnt. Dabei wird ein Grundprodukt gratis angeboten, kostenpflichtig ist erst die Vollversion. Dazu gehören Computerspiele und das Textangebot von Zeitungen im Netz.

* Ben & Jerry - wie aus einer kleinen Eisdiele mit einem dollen Geschäftsmodell ein Welt-Eis-Unternehmen wurde, zum Schrecken der Ernährungsgurus. Mit traumhaften Speiseeis-Ideen zum Erfolg. Wie zwei amerikanische Originale aus einer kleinen Eisdiele mit einen neuen Geschäftsmodell ein internationales Unternehmen aufbauten. Die Grundidee waren Eissorten, die sehr gut schmeckten, ohne zu achten auf die Rendite oder die Kalorien. Die Mund-zu-Mund-Propaganda brachte den Erfolg.

Kumon - Kindern das Rechnen beibringen, was der Schule nicht gelungen ist, und daraus ein Weltunternehmen machen. Mit Mathematik-Unterricht ein Weltunternehmen gründen. Ein Japanischer Mathe-Lehrer entwickelte für seinen Sohn ein eigenes Mathe-Nachhilfe-System. Da es gut funktionierte wurde daraus ein internationales Franchise, auch mit Filialen in Deutschland. Kein Wunder, denn in der ganzen Welt haben Schüler Probleme mit dem Fach Mathematik.

Geschäftsmodelle für die Welt 2025 - Buch: Die Erfolgsgeschichten kaum bekannter deutscher Weltmarktführer. Wie meistern sie die Welt von morgen? Welche neuen Geschäftsfelder werden sich eröffnen?: Hidden Champions. Aufbruch nach Globalia: Die Erfolgsstrategien unbekannter Weltmarktführer. Buch. – ansehen bei Amazon

Geschäftsmodelle im Internet - Buch: Viele Unternehmen starten im Internet, aber nur wenige sind erfolgreich. Was machen die erfolgreichen Unternehmen anders? Gemessen werden sie an 22 Erfolgsprinzipien.: Think new! 22 Erfolgsstrategien im digitalen Business. Buch. – ansehen bei Amazon

 

 

Autor: Heiko Zaenker

 

 

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