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Immobilienmakler werden - eine Existenzgründung auch für Quereinsteiger

Immobilienmakler werden des Geldes wegen?

Für welche Leistung wird Geld gezahlt?

Das führt zu der Frage: Wozu gibt es überhaupt Immobilienmakler?

Ein Immobilienmakler verkauft Häuser und Eigentumswohnungen für deren Besitzer.

Warum tun diese es nicht selber? Tun sie doch. Vor allem Häuser werden in erste Linie von Nachbar zu Nachbar verkauft. Um eine begehrte Immobilie zu verkaufen, braucht es keinen Makler.

Der Makler kommt erst ins Spiel, wenn der Eigentümer merkt, dass er für sein Haus keine Interessenten findet oder er bei den Interessenten nicht den Preis erzielen kann, den er sich vorstellt.

 

 

 

Wer Immobilienmakler werden will, der sollte sich keine Illusionen machen. Seine Aufgabe wird es sein, für ein schwer verkäufliches Produkt mit großem Aufwand und eigenem Risiko einen Käufer zu finden.

Ein Makler ist kein Anwalt. Wenn ein Anwalt nicht verhindert, dass sein Mandant verurteilt wird, kann ihm das egal sein; seine Rechnung kann wird er trotzdem schreiben. Ein Makler bekommt nur dann Geld, wenn er auch Erfolg hat.

Wenn so ein Verkauf aber gelingt, dann bekommt der Makler eine Vermittlungsprovision. Diese Provision beträgt bis zu sechs Prozent vom Verkaufspreis. Bei einem Haus im Wert von mehreren hunderttausend Euro kommt da schon was zusammen. Da denkt man dann schon darüber nach, Immobilienmakler zu werden.

 

Wieviel verdient ein Immobilienmakler im Monat?

Wer Immobilienmakler werden will, dem steht ein unregelmäßiges Einkommen bevor.

Es gibt Angaben, nach denen das durchschnittliche brutto Monatseinkommen für einen Makler bei 3.000,- Euro liegen soll. Das Problem ist nur, es gibt für einen Makler kein durchschnittliches Einkommen. Auf einen guten Monat folgen zwei schlechte, in denen er vielleicht sogar Verlust macht.

Ein zufriedener Kunde ist für den Makler ein verlorener Kunde. Denn ein Haus kaufen die meisten Menschen nur einmal im Leben.

Es gibt keine überraschenden Bestellungen, wie sie andere Verkäufer kennen. Ein Makler schaut nicht am Freitag in seine Umsatzlisten und sieht Bestellungen, von denen er bis dahin nichts gewußt hat.

Ja, der Verdienst kann viel höher sein. Es braucht aber auch ein gutes Polster, um die schlechten Zeiten überstehen zu können, die immer vor der Tür stehen können.

 

 

Wie bekommt der Makler sein Geld?  

Grundlage für eine Zahlung ist der Maklervertrag. Ohne Maklervertrag besteht kein Anspruch auf eine Vermittlungsprovision.

Gestellt werden kann die Rechnung für die Makler Courtage in der Regel mit den Unterschriften unter den Notarvertrag, mit dem die Immobilie ihren Besitzer wechselt.

Bezahlt wird die Makler Courtage vom Käufer oder Verkäufer; oft wird die Bezahlung auch zwischen Käufer oder Verkäufer aufgeteilt. Das wird vorher im Maklervertrag geregelt.

Wann das Geld dann wirklich fließt, hängt von der Zahlungsmoral von Käufer bzw. Verkäufer ab. Für eine höhere Zahlungssicherheit versuchen Makler, ihren Zahlungsanspruch auch noch im Notarvertrag zu verankern. So kann man Immobilienmakler werden und bleiben.

 

Zusatzverdienst?

Gibt es nicht noch die Möglichkeit, mit der Vermittlung von Kreditverträgen und Versicherungen Geld zu verdienen?

Nur theoretisch. Immobilienmakler werden für solche Dienste als Anbieter nicht akzeptiert. Das ist die Praxis.

 

Voraussetzungen um Immobilienmakler zu werden

Was muss ein Mensch können, der Immobilienmakler werden will? Dazu macht Vater Staat keine Vorschriften. Er verlangt keinen Nachweis über irgendeine abgeschlossene Ausbildung.

Eine besondere Hürde gibt es aber schon. Zur Anmeldung des Gewerbes als Immobilienmakler reicht eine übliche Gewerbeanmeldung nicht aus. Da es sich um ein erlaubnispflichtiges Gewerbe handelt, wird eine Gewerbeanmeldung nach §34c GewO verlangt.

Dafür müssen Dinge erbracht werden wie ein Führungszeugnis vom Einwohnermeldeamt, ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister vom Ordnungsamt, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt und ähnliches.

Für die Anmeldung dieses Gewerbes werden dann saftige Gebühren fällig, die bis zu 2000 Euro gehen können. Das wird von Region zu Region unterschiedlich gehandhabt.

Und was ist mit der fachlichen Qualifikation?

Ein Makler ist kein Architekt, er muss nicht die Statik von Gebäuden berechnen. Er ist auch kein Bauleiter, der eine Immobilie fachgerecht hochziehen muss. Er ist ein Verkäufer, der einen Kunden für ein fertiges Produkt sucht. Er ist ein Diplomat, der zwischen Verkäufer und Käufer vermitteln muss.

Im Verkauf zählen keine Qualifikation, er zählen nur Erfolge. Wie gut sind meine Angebote? Wie finde ich für jeden Topf den passenden Deckel? Da können auch Quereinsteiger erfolgreich sein – und können auch scheitern, wie die Fachleute auch.

 

Ausbildung

Es ist aber nicht so, dass es keine Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen gibt, die Immobilienmakler werden wollen. Vom Wochenendkurs bis zum Studium an einer Universität ist alles drin.

Es gibt Möglichkeiten der Qualifizierung über eine Berufsschule, über die IHK oder als Fernstudium. Es gibt den Beruf des Immobilienkaufmanns.

Ganz zu schweigen von den vielen Möglichkeiten zur Weiterbildung, die auch erfahrene Makler noch besuchen.

Wenn ein Quereinsteiger in diese Branche einsteigen und Immobilienmakler werden will, dann hat er die Qual der Wahl.

 

Welche Arbeit leistet ein Immobilienmakler

Wer Immobilienmakler werden will, der sollte sich darauf einstellen, einiges leisten zu müssen.

* Er muss einen Anbieter überzeugen können, ihm die Vermarktung seiner Immobilie zu überlassen. Das ist noch der kleinere Teil der Arbeit. Er muss die Anbieter erst einmal finden, die eine Immobilie verkaufen wollen. Wer gerade erst Immobilienmakler werden will, der kann noch nicht auf ein Netzwerk bauen oder auf zufriedene Kunden, die ihn weiterempfehlen. Er hat auch keine Referenzen. Ein echtes Hindernis für Anfänger.

* Er muss sich einen Stamm von Interessenten aufbauen. Er muss so viel als möglich der Leute gespeichert haben, die eine Immobilie kaufen wollen. Je mehr Interessenten umso höher die Wahrscheinlichkeit, Objekte auch verkaufen zu können.

* Ein Makler hat zwar nur einen Auftraggeber, er vertritt aber gleichermaßen die Interessen der Anbieter und der Nachfrager. Diesen Balanceakt muss man können, denn nur so kommt der Erfolg.

* Die Wertermittlung von Haus, Wohnung oder Grundstück für den Verkäufer. Dafür gibt es einige Möglichkeiten der Berechnung. Andererseits prahlen alte Hasen damit, nach einem Blick auf ein Haus den Marktpreis nennen zu können. Letztlich geht es um eine Marktkenntnis, die man nur aus der Erfahrung erwirbt. Das gleiche Haus in Berlin und in der tiefsten Provinz von Brandenburg – das sind auch preislich verschiedene Welten.

* Zusammentragen der Daten für eine Immobilie wie Baujahr, Quadratmeter, Zustand der Heizung, die Betriebskosten usw.

* Umgang mit Behörden und Erledigung von Formalitäten: Grundbuchamt, Bauamt, Katasteramt, Finanzamt, Banken.

* Erstellen eines Exposees mit Beschreibung, Bildern, Zeichnungen, Grundbuchauszug, Karten vom Katasteramt usw.

* Werbeanzeigen gestalten und veröffentlichen, in der Lokalpresse wie im Internet.

* Erstkontakt mit Nachfragern am Telefon oder per Mail. Versendung von Exposees. Vereinbarung von Besichtigungsterminen.

* Die Besichtigung der Immobilie mit den Interessenten.

* Hilfe beim Aufstellen einer Finanzierung für den Käufer. Bereitstellung der Daten, Beratung beim Finden der richtigen Bank, Hilfestellung beim Ausfüllen der Formulare.

* Organisierung des Notartermins.

* Rechnungen schreiben, Steuern machen. Den ganzen sonstigen Bürokram halt.

 

Spezialisierung als Erfolgsrezept

Immobilienmakler zu werden bedeutet, sich zu spezialisieren. Niemand kann alles machen.

Die erste Spezialisierung besteht in der Entscheidung, in welcher Region Mann oder Frau als Makler tätig sein will.

Dann muss die Entscheidung getroffen werden, mache ich Verkauf, Vermietung oder beides?

Spezialisiere ich mich auf bestimmte Objekte wie Einfamilienhäuser, teure Villen, Gewerbeimmobilien, Auslandsimmobilien oder Inseln?

Manche Makler betreiben auch noch eine Hausverwaltung. Das bringt zwar nicht viel Geld, dafür sind die Einnahmen konstant. Das kann über schlechte Monate hinweghelfen.

Bin ich Einzelkämpfer oder schließe ich mich mit anderen Maklern zusammen, von denen jeder bestimmte Aufgaben übernimmt?

Manche Immobilienmakler werden nach einiger Zeit zu Bauträgern, weil sie hoffen, so mit weniger Stress mehr Geld zu verdienen – aber das ist eine andere Geschichte.

 

Der Makler und das Internet

Dass Internet hat auch die Immobilienvermittlung verändert. So wird der Start für Neueinsteiger leichter. Wer Immobilienmakler werden will, der findet über das Internet Kontakt zu einer großen Zahl von Nachfragern, für die er früher jahrelange Arbeit hätte investieren müssen.

Das Kapital des Maklers ist seine Kundenliste. Er weiß, welche Kunden was suchen und er kennt die Angebote. Das Internet hat diese Wahrheit relativiert. Wer erst Immobilienmakler werden will, für den ist dies ein Vorteil.

Wer ins Internet gehen will, der braucht doch einen ordentlichen Internetauftritt?

Im Prinzip ja, aber dafür braucht es nicht unbedingt eine eigene Homepage. Deren Erstellung kostet viel Geld, das gerade ein Einsteiger nicht hat. Außerdem muss eine solche Seite ständig gepflegt werden, wofür wiederum Zeit und Kenntnisse erforderlich sind, die auch nicht jeder zur Verfügung hat.

Wer sowieso auf einen Internetmarktplatz gehen will, der findet dort nicht nur die Kaufinteressenten. Dort gehört zum Angebot meist auch die Möglichkeit dazu, sich eine Homepage einzurichten, ohne Zusatzkosten.

 

Immobilienportale

Immobilienportale sind heute für einen Makler unverzichtbar geworden. Dort sind die Interessenten auf der Suche. Wer heute Immobilienmakler werden will, der kommt an solchen Portalen nicht mehr vorbei.

Viele Immobilienportale haben sich spezialisiert. Auf eine Region, bestimmte Immobilien oder auf Vermietung.

Drei bedeutende Immobilienportale sind beispielsweise ImmobilienScout24, Immowelt und Immonet. Es gibt aber noch etliche mehr.

Jedes weitere Immobilienportal bedeutet nicht nur mehr Chancen. Es bedeutet auch mehr Arbeit und mehr Kosten. Da muss jeder Makler für sich entscheiden, welche Portale ihm besonders wichtig sind.

 

Was ist ein günstigster Einstieg, um Immobilienmakler werden?

Der Einstieg im Nebenberuf

Immobilienmakler werden kann man als Nebenerwerb.

Viele Mitbewerber kassieren Provisionen als Immobilienmakler so nebenbei. Dazu gehören Bauunternehmer, Architekten, Banken, Nachbarn und Bekannte.

Im Nebenerwerb ist man nicht davon abhängig, gleich von Anfang an seinen kompletten Lebensunterhalt als Makler verdienen zu müssen. So kann man in der Lernphase ruhiger schlafen.

 

 

Immobilienmakler werden als Angestellter  

Viele Maklerbüros sind auf der Suche nach guten Verkäufern. Da werden auch Quereinsteiger genommen. Das kann auch ein erster Schritt für jemanden sein, der Immobilienmakler werden will.

So kann man mal in die Branche und die Praxis hereinschnuppern. Das bringt Einblicke, die man auf keinem Seminar lernen kann.

Bezahlt wird ein monatliches Grundgehalt plus Provisionen für gelungene Verkäufe. Die Weiterbildung bezahlt der Chef.

Viele Immobilienunternehmen stellen ihren Mitarbeitern zudem einen Dienstwagen.

 

Der Einstieg mit einem Franchise-System

Immobilienmakler werden geht auch als Franchise.

Da bekommt man eine gute Ausbildung und professionelle Unterstützung in allen Fragen. Man kann gleich einen bewährten Namen führen. Die Gefahr des Scheiterns verringert sich.

Der Nachteil: Man muss alles selber bezahlen und gleich groß einsteigen.

 

Wo kann ich mir Hilfe holen?  

Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen: Immobilienverband (IVD) beim freien Lexikon Wikipedia  

Verband Deutscher Makler für Grundbesitz, Hausverwaltungen und Finanzierungen e.V.: Verband Deutscher Makler (VDM) beim freien Lexikon Wikipedia

 

Makler Videos

 

Warum braucht ein Eigentümer einen Makler? – Video: Im Video (Spieldauer 06:42 Minuten) werden die Argumente aufgeführt, die einen Besitzer dazu veranlassen, einen Makler zu beauftragen, obwohl das dann mehr Geld kostet. Beispielsweise hat er Kontakt zu vielen Interessenten, er beherrscht die rechtlichen Grundlagen, er wickelt den Verkauf ab ...: Warum einen Makler beauftragen? Aus S i c h t d e r E i g e n t ü m e r. - Videoclip ansehen auf Youtube

 

Vermietung ist Arbeit – Video: Im Video (Spieldauer 04:94 Minuten) geht es um die Arbeit, welche eine Vermietung einem Makler macht. Es scheint schnell verdientes Geld zu sein. Es hängen aber viele Schritte daran.: Was macht ein Makler oder die A u f g a b e n e i n e s I m m o b i l i e n m a k l e r s - Videoclip ansehen auf Youtube

 

Immobilien verkaufen über Facebook – Video: Das Video hat eine Spieldauer von 46:16 Minuten, ab der sechsten Minute geht es mit dem eigentlichen Thema los. Wie baue ich eine Landingpage auf? Wie kann ich zu Unterstützung eBooks und Rechentools nutzen? Was sollte ich lieber nicht tun?: Interview: F a c e b o o k – M a r k e t i n g für Immobilienmakler - Videoclip ansehen auf Youtube

 

 

Makler Bücher

 

Ratgeber für in die Immobilienbranche – Buch: Realistisch werden die Probleme von A bis Z aufgelistet. Es wird erklärt, wie es richtig geht. Es gibt einen Einblick in die Abläufe.: Wegweiser zum E r f o l g a l s I m m o b i l i e n m a k l e r : Existenzgründungs- & Strategieratgeber. Buch. – ansehen bei Amazon

 

Fallstricke in der Maklertätigkeit – Buch: Bei Immobilien ist viel Geld im Spiel, das zieht die kleinen und die großen Gauner an. Anhand von Fallbeispielen Tricks wird die Immobilienbranche erklärt. Der vermittelnde Makler kann hier gewinnen oder verlieren. Ein Blick ins Buch ist möglich.: Money Talks and Bullshit Walks: Tricks und Gaunereien der Immobilienmakler, Verkäufer und Käufer. Buch. – ansehen bei Amazon

 

 

 

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